Deniz Uzun

ÜBER DENIZ

Mezzosopranistin Deniz Uzun etabliert sich mit ihrer “prägnanten, klaren Stimme”, ihrer “großartigen Projektion”, sowie mit der “Wärme und Ausgeglichenheit” ihres Klanges auf der Opernbühne.
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG · BACHTRACK · SEEN AND HEARD INTERNATIONAL
ÜBER DENIZ

Deniz Uzun gehört zu den herausragenden Mezzosopranistinnen ihrer Generation und ist eine feste Größe auf den internationalen Opern- und Konzertpodien. Mit einem außergewöhnlich breiten Repertoire vom Barock bis zur Moderne verbindet sie stilistische Souveränität mit großer darstellerischer Intensität. Sie gastiert regelmäßig an den führenden Opernhäusern der Welt und arbeitet mit international renommierten Orchestern in Europa und den USA.

Im Opernfach überzeugt Deniz Uzun in zentralen Partien des italienischen, französischen, russischen und deutschen Repertoires. Zu ihren prägenden Rollen zählen Carmen, Hänsel (Hänsel und Gretel), Mère Marie de l’Incarnation (Dialogues des Carmélites), Polina (Pique Dame), Olga (Eugen Onegin), Sonyetka (Lady Macbeth von Mzensk), Isabella (Italiana in Algeri), Ruggiero (Alcina), Ino, (Semele), Dido (Dido and Aeneas), Tamiri (Farnace) sowie Una Donna (Intolleranza 1960), Rubria (Nerone), Mrs. Quickly (Falstaff) und Maddalena (Rigoletto).

Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Wagner-Fach: Sie interpretiert Fricka im Ring des Nibelungen sowie Waltraute und Erste Norn in Götterdämmerung und Erda in Siegfried. Engagements führten sie unter anderem an das Opernhaus Zürich, an die Bayerische Staatsoper, an das Opéra de Monte Carlo, Opéra de Marseille das Teatro Massimo, Teatro Lirico di Cagliari, das Teatro La Fenice, das Teatro Regio di Torino, das Teatro Real Madrid, das Théâtre des Champs-Élysées, sowie zum Festival della Valle d’Itria.

Als Konzertsängerin ist Deniz Uzun international gefragt und im Kernrepertoire der großen vokalsinfonischen Werke präsent. Dazu zählen Beethovens 9. Sinfonie, Berlioz’ Les Nuits d’été, Dvořáks Stabat Mater, Elgars The Dream of Gerontius, Mendelssohns Drei geistliche Gesänge, Ravels Shéhérazade, Elgar’s Dream of Gerontius sowie Verdis Messa da Requiem.

Sie arbeitete mit führenden Orchestern wie dem Dallas Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig unter Franz Welser-Möst, dem Danish Radio Symphony Orchestra unter Fabio Luisi sowie mit The Cleveland Orchestra, mit dem sie unter anderem in der Carnegie Hall auftrat.

Von 2016 bis 2021 war Deniz Uzun Ensemblemitglied des Opernhaus Zürich. Darüber hinaus verband sie eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit der Komischen Oper Berlin, wo sie sowohl als Ensemblemitglied als auch als Gast auftrat.

Im Laufe ihrer Karriere arbeitete Deniz Uzun mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Vladimir Jurowski, Simone Young, Jakub Hrůša und Gianandrea Noseda sowie mit Regisseuren wie Robert Carsen, Barrie Kosky, Dmitri Tcherniakov, Calixto Bieito und Krzysztof Warlikowski.

Geboren in Mannheim, studierte Deniz Uzun in Karlsruhe, Mannheim sowie an der Jacobs School of Music in Bloomington, Indiana University (USA). Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter des 1. Preises beim Elizabeth Connell International Singing Competition.

„Deniz Uzun war eine wahre Entdeckung in der Rolle der Rubria, mit ihrer technischen Perfektion, stimmlichen Ausdruckskraft, Feinheit im Phrasieren und großer Ausdrucksstärke.“
musicpaper
“Die Polina von Deniz Uzun ist hervorragend, sehr ausdrucksvoll – und perfekt verschmolzen mit der auch die Sopranlinie tragenden Darbietung – in den beiden Liedern des II. Bildes.”
giornaledellamusica.it
MUSiKALiSCHE EiNFLÜSSE

Jenseits der

Opernbühne

Bis heute widmet sich Deniz mit großer Leidenschaft dem Liedgesang. Barock- und Volkslieder verbindet sie in ihren eigenen Arrangements auf besondere Weise – Schubert, Ravel und Saint-Saëns mit Harfe sowie Bach, Caccini, Bizet, Schostakowitsch und de Falla gemeinsam mit Volksmusik aus aller Welt und Gitarrenbegleitung.

Auch die zeitgenössische Musik hat ihren künstlerischen Weg maßgeblich geprägt. Im Jahr 2004 wirkte sie an der Uraufführung von Rolf Rudins To Infinity mit, einem Werk, das von den Briefen Vincent van Goghs inspiriert wurde. Es folgten Kompositionen von Aribert Reimann, Wolfgang Rihm und Christian Dachez. 2017 interpretierte sie dreizehn Lieder von Miroslav Srnka, die auf Postkarten von Jurek Becker basieren, bei Konzerten in München und im Salzburger Mozarteum. Während der Pandemie initiierte Deniz gemeinsam mit Yulia Levin am Opernhaus Zürich die Konzertreihe „Opera goes Folk“.

Seit ihrer Jugend schöpft Deniz Inspiration aus einer außergewöhnlich vielfältigen Mischung musikalischer Genres und Kulturen – von Kardeş Türküler, Replikas, Air, Radiohead, The Doors und System of a Down bis hin zu osteuropäischer Volksmusik, türkischer Volksdichtung sowie jiddischem und sephardischem Liedgut. Ihre Leidenschaft für Weltmusik fand zwischen 2009 und 2013 ihren Höhepunkt in zahlreichen Auftritten mit ihrer internationalen Band Alyuvar.

MIT BESONDEREM DANK AN
Oylun Erdayi, Annette Grossmann, Snezana Stamenković, Wolfgang Brendel, Andreas Poulimenos, Corradina Caporello, Kevin Murphy, Edith Wiens, Tobias Truninger, Carrie-Ann Matheson und Yulia Levin.

REPERTOIRE

Entdecken Sie die vollständige Übersicht über Deniz’ Rollen, Opernhäuser und die Dirigentinnen und Dirigenten, mit denen sie im Laufe ihrer Karriere zusammengearbeitet hat.